Ratgeber · Social Media

Social-Media-Ideen fürs Handwerk: Was Handwerksbetriebe posten können

Handwerksbetriebe haben auf Social Media einen großen Vorteil: Ihre Arbeit ist sichtbar und lässt sich vorher und nachher zeigen. Die besten Ideen kommen direkt aus dem Alltag – Baufortschritt, Materialkunde, Werkzeug, Lehrlinge, typische Kundenfragen und kleine Fehler, die sich vermeiden lassen. Wer diese Themen sammelt, hat für Monate Stoff.

Aktualisiert Oktober 2026 · Mühlberger Digital, Ottenschlag · Umsetzung mit Pipeline AI Solutions

Vorher-Nachher und Baufortschritt

Nichts zeigt Ihr Können so deutlich wie der Unterschied zwischen Ausgangslage und Ergebnis. Gewöhnen Sie sich an, bei jedem Auftrag ein Foto vor Beginn zu machen, aus demselben Blickwinkel wie später das fertige Bild.

  • Ein Fliesenleger zeigt das alte Bad mit gesprungenen Fliesen und daneben das neue mit bodenebener Dusche.
  • Ein Malerbetrieb dokumentiert eine Fassade über mehrere Tage: Gerüst, Grundierung, fertiger Anstrich.
  • Eine Tischlerei begleitet eine Küche vom Aufmaß über die Werkstatt bis zur Montage beim Kunden.
  • Ein Dachdecker zeigt die Dachfläche vor und nach der Sanierung, ergänzt um ein Detail wie die neue Dämmung.

Holen Sie vorher das Einverständnis des Kunden ein, und vermeiden Sie Bilder, auf denen Hausnummern, Kennzeichen oder Namen erkennbar sind.

Wissen teilen: Tipps, die Kunden wirklich brauchen

Viele Kunden stellen immer wieder dieselben Fragen. Jede davon ist ein guter Beitrag, weil er Ihr Fachwissen zeigt und Ihnen später Erklärungen am Telefon erspart. Einige Beispiele:

  • Installateur: Woran man erkennt, dass ein Heizkörper entlüftet werden sollte, und wann man lieber den Profi ruft.
  • Tischler: Wie man geölte Holzoberflächen richtig pflegt.
  • Maler: Warum dieselbe Farbe im Nordzimmer anders wirkt als im Südzimmer.
  • Bodenleger: Welche Fragen man sich vor der Wahl zwischen Parkett und Vinyl stellen sollte.
  • Rauchfangkehrer: Was beim Anheizen eines Holzofens zu beachten ist.

Bleiben Sie bei Tipps, die Laien gefahrlos umsetzen können. Bei allem, was mit Strom, Gas oder Statik zu tun hat, ist der wichtigste Tipp oft: „Das sollte ein Fachbetrieb machen.“

Gratis · PipeflowSocial-Media-Beiträge

Aus Ihrer Website werden fertige Beiträge für Instagram und LinkedIn. In der Pilotphase kostenlos.

Menschen, Team und Lehrlinge zeigen

Kunden wollen wissen, wer zu ihnen ins Haus kommt. Und mögliche Mitarbeiter wollen wissen, wie es sich bei Ihnen arbeitet. Beiträge über das Team erfüllen beides:

  • Vorstellung eines Mitarbeiters mit Foto und einem Satz, was er an seinem Beruf mag
  • der erste Arbeitstag eines Lehrlings, später die bestandene Lehrabschlussprüfung
  • Firmenjubiläen, Weiterbildungen, ein gemeinsames Mittagessen auf der Baustelle

Solche Beiträge sind oft die wirksamste Werbung bei der Suche nach Fachkräften. Mehr dazu im Ratgeber Mitarbeiter online finden; offene Stellen lassen sich zusätzlich kostenlos auf zusage.at ausschreiben. Fragen Sie jede Person vorher, ob sie gezeigt werden möchte, und halten Sie das schriftlich fest.

Werkstatt, Material und Werkzeug

Was für Sie Alltag ist, finden Außenstehende oft spannend. Eine neue CNC-Maschine, ein besonderes Holz aus der Region, ein Werkzeug, das es seit Jahrzehnten im Betrieb gibt – solche Einblicke wirken nahbar und echt.

  • Ein Metallbauer zeigt, wie aus einem Stahlrohr ein gebogenes Geländer wird.
  • Eine Zimmerei erklärt, warum Holz vor der Verarbeitung trocknen muss.
  • Ein Elektriker zeigt einen aufgeräumten Verteilerkasten und erklärt, warum Ordnung dort wichtig ist.

Auch Herkunft ist ein Thema: Wenn Sie Material von Lieferanten aus der Umgebung beziehen, erzählen Sie davon.

Kurzvideos ohne großen Aufwand

Kurze Videos erreichen auf Instagram und anderen Plattformen oft mehr Menschen als Fotos. Im Handwerk braucht es dafür keine Ausrüstung: Ein Handy auf einem kleinen Stativ in der Ecke genügt.

  • Zeitraffer: ein ganzer Arbeitstag in zwanzig Sekunden
  • Handgriff in Nahaufnahme: eine Fuge wird gezogen, eine Kante geschliffen
  • Kurze Erklärung: ein Satz in die Kamera, warum etwas so und nicht anders gemacht wird

Achten Sie auf Arbeitssicherheit im Bild. Wer auf einem Video ohne Absturzsicherung am Dach steht oder ohne Schutzbrille flext, erntet zu Recht kritische Kommentare. Und lassen Sie im Hintergrund kein Radio laufen, denn fremde Musik in Videos ist rechtlich heikel.

Was Sie besser nicht posten

  • Fotos von Kundenhäusern mit erkennbarer Adresse oder Personen ohne Einverständnis
  • Fehler oder Pfusch anderer Betriebe mit erkennbarem Bezug – auch wenn es verlockend ist
  • Preise ohne Zusammenhang, die später als Zusage verstanden werden
  • Fotos von Mitarbeitern, die nicht gefragt wurden
  • Bilder aus dem Internet, Herstellerfotos oder Musik ohne geklärte Rechte

Was bei Bildern, Personen und Musik genau zu beachten ist, lesen Sie im Ratgeber Bilder und Musik auf Social Media: Rechte beachten.

Vom Beitrag zur Anfrage

Ein schöner Beitrag bringt nur dann Aufträge, wenn Interessenten den nächsten Schritt leicht finden. Verlinken Sie im Profil auf eine Website, die Leistungen, Einzugsgebiet und Kontakt klar zeigt. Was dort hineingehört, erklärt der Ratgeber Was eine Handwerker-Website braucht. Einen breiteren Blick auf digitale Werkzeuge gibt Digitalisierung im Handwerk.

Wenn zwischen Baustelle und Büro keine Zeit für Beiträge bleibt, kann Pipeflow einspringen: Es erstellt aus Ihrer Website jede Woche fertige Beiträge mit Bild für Instagram und LinkedIn, Sie geben nur frei. Ihre eigenen Baustellenfotos lassen sich weiterhin dazwischen posten. In der Pilotphase ist Pipeflow kostenlos.

Häufige Fragen

Was soll ein Handwerksbetrieb auf Instagram posten?

Am besten das, was den Betrieb ausmacht: Vorher-Nachher-Bilder, Baufortschritt, Handgriffe in Nahaufnahme, Material und Werkzeug, das Team und die Lehrlinge sowie Antworten auf typische Kundenfragen. Diese Inhalte entstehen ohnehin im Arbeitsalltag und müssen nur festgehalten werden. Wichtig sind das Einverständnis von Kunden und Mitarbeitern und dass keine Adressen erkennbar sind.

Muss ich den Kunden fragen, bevor ich Fotos von seinem Projekt poste?

Ja, das ist dringend zu empfehlen. Auch wenn keine Person zu sehen ist, handelt es sich um das Zuhause oder den Betrieb Ihres Kunden. Fragen Sie am besten schon bei der Auftragsvergabe, ob Sie Fotos verwenden dürfen, und halten Sie die Zustimmung schriftlich fest. Achten Sie darauf, dass Hausnummern, Kennzeichen und Namen nicht erkennbar sind.

Wie komme ich als Handwerker regelmäßig zu Material für Beiträge?

Machen Sie Fotos zur Gewohnheit: ein Bild vor Arbeitsbeginn, eines während der Arbeit, eines vom fertigen Ergebnis. Legen Sie einen gemeinsamen Ordner an, in den das ganze Team Bilder speichert. Notieren Sie außerdem Fragen, die Kunden immer wieder stellen. Aus diesen drei Quellen entstehen genug Beiträge für einen wöchentlichen Rhythmus.

Helfen Social-Media-Beiträge bei der Lehrlingssuche?

Sie können helfen, weil Jugendliche und ihre Eltern sehen, wie der Alltag in Ihrem Betrieb aussieht und wer dort arbeitet. Besonders wirksam sind Beiträge, in denen Lehrlinge selbst zu Wort kommen oder ihre Arbeit zeigen. Eine Garantie für Bewerbungen gibt es nicht. Kombinieren Sie Beiträge deshalb mit einer Karriereseite und Stelleninseraten.

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