Was eine Arbeitgebermarke ist, und warum sie zählt
Der Fachbegriff dafür lautet „Employer Branding“, also Markenbildung als Arbeitgeber. Gemeint ist: Was denken Menschen in der Region, wenn sie an Ihren Betrieb als Arbeitsplatz denken? „Die zahlen fair und der Chef ist in Ordnung“ oder „Da hält es keiner lange aus“?
In kleinen Orten spricht sich das schnell herum, online noch schneller. Gerade wenn Fachkräfte und Lehrlinge knapp sind, entscheidet dieser Ruf mit, ob sich jemand bei Ihnen bewirbt, ob er bleibt und ob er Freunde mitbringt. Eine gute Arbeitgebermarke macht jede Stellenanzeige wirksamer und spart auf Dauer Zeit und Geld bei der Personalsuche.
Ihre echten Stärken finden
Große Konzerne haben Kantinen und Karriereprogramme. Kleine Betriebe haben andere Stärken, die vielen Menschen wichtiger sind. Finden Sie heraus, welche bei Ihnen zutreffen, am besten, indem Sie Ihr Team fragen:
- Warum arbeitest du hier und nicht woanders?
- Was erzählst du Freunden über deine Arbeit?
- Was würdest du vermissen, wenn du gehst?
- Was nervt dich, und was sollten wir ändern?
Typische Stärken kleiner Betriebe sind kurze Wege zum Chef, Verantwortung von Anfang an, abwechslungsreiche Arbeit statt Fließband, Nähe zum Wohnort ohne langes Pendeln, Rücksicht auf Familie und ein Team, in dem man sich kennt. Schreiben Sie die drei bis fünf Punkte auf, die bei Ihnen wirklich stimmen.
Aus Ihrer Website werden fertige Beiträge für Instagram und LinkedIn. In der Pilotphase kostenlos.
Zeigen statt behaupten
„Wir sind ein tolles Team“ steht in jeder Anzeige. Glaubwürdig wird es erst, wenn Sie es zeigen:
- Fotos aus dem Alltag: Jause auf der Baustelle, Lehrling bei der ersten eigenen Arbeit, Feier nach einem großen Projekt
- Stimmen aus dem Team: kurze Aussagen oder Videos mit Namen und Funktion, natürlich mit Einverständnis
- Geschichten: der Lehrling, der heute Vorarbeiter ist, die Mitarbeiterin, die nach der Karenz in Teilzeit zurückkam
- Konkrete Fakten: „Freitag ab Mittag frei“, „jeder hat sein eigenes Werkzeug“, „Weiterbildung zahlen wir“
Ein Beispiel: Eine Kfz-Werkstatt mit acht Leuten postet einmal im Monat einen kurzen Clip, in dem ein Mitarbeiter erklärt, woran er gerade arbeitet. Die Clips zeigen nebenbei Kompetenz für Kunden und Arbeitsalltag für Bewerber.
Wo Ihre Arbeitgebermarke sichtbar wird
- Karriereseite: der zentrale Ort für Einblicke, Stellen und Bewerbung, siehe Die Karriereseite auf der Firmenwebsite
- Social Media: regelmäßige Einblicke, nicht nur, wenn gerade eine Stelle frei ist
- Stellenanzeigen: konkrete Vorteile statt Floskeln, siehe Eine gute Stellenanzeige schreiben
- Bewertungen: Arbeitgeberbewertungsportale wie kununu und Ihr Google-Profil
- Vor Ort: Firmenfahrzeuge, Baustellenschilder, Auftritte bei Lehrlingsmessen oder in Schulen
- Im Bewerbungsprozess: schnelle, freundliche Rückmeldung, auch bei Absagen
Social Media kostet Zeit. Mit Pipeflow entstehen aus Ihrer Website wöchentlich fertige Beiträge mit Bild, die Sie nur freigeben; eigene Einblicke aus dem Team ergänzen das gut.
Bewertungen als Arbeitgeber
Viele Bewerber lesen vorab Bewertungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern. Sie können diese nicht steuern, aber beeinflussen:
- Zufriedene Mitarbeiter freundlich bitten, ihre Erfahrung zu teilen, ohne Druck
- Auf Kritik sachlich und ohne Rechtfertigungsorgie antworten
- Berechtigte Kritik intern ansprechen und Veränderungen zeigen
- Niemals gefälschte Bewertungen schreiben oder kaufen
Wie Sie gut auf Bewertungen reagieren, zeigt der Beitrag Richtig auf Bewertungen antworten. Das gilt für Kunden- wie für Arbeitgeberbewertungen.
Versprechen einlösen
Die beste Darstellung schadet, wenn sie nicht stimmt. Wer „familiär“ verspricht und neue Mitarbeiter am ersten Tag allein lässt, verliert sie schnell und bekommt die passende Bewertung dazu. Arbeitgebermarke beginnt daher im Betrieb:
- Einen guten ersten Arbeitstag planen, mit fester Ansprechperson.
- Regelmäßig mit dem Team sprechen, nicht nur bei Problemen.
- Zusagen aus dem Bewerbungsgespräch einhalten.
- Gute Arbeit sichtbar anerkennen.
- Austritte als Chance nutzen: Warum geht jemand?
Wenn Sie Website und Karriereseite so aufstellen wollen, dass Ihre Stärken als Arbeitgeber sichtbar werden, sprechen wir im kostenlosen Erstgespräch darüber.
Adresse Ihrer Website eingeben und in wenigen Minuten einen neuen Entwurf Ihrer Startseite sehen.
Häufige Fragen
Lohnt sich Employer Branding für kleine Betriebe?
Ja, gerade für kleine Betriebe, die mit großen Arbeitgebern um Fachkräfte und Lehrlinge konkurrieren. Sie müssen dafür kein Budget für Kampagnen haben. Es reicht, die eigenen Stärken ehrlich zu kennen, sie regelmäßig auf Website und Social Media zu zeigen und im Alltag einzulösen. Eine gute Arbeitgebermarke macht jede Stellenanzeige wirksamer.
Wie finde ich die Stärken meines Betriebs als Arbeitgeber?
Fragen Sie Ihr Team: Warum arbeitet ihr hier, was erzählt ihr Freunden, was würdet ihr vermissen? Die Antworten sind meist konkreter und glaubwürdiger als alles, was man sich am Schreibtisch ausdenkt. Typische Stärken kleiner Betriebe sind kurze Wege, Verantwortung, Abwechslung, Nähe zum Wohnort und ein Team, in dem man sich kennt.
Wie gehe ich mit schlechten Arbeitgeberbewertungen um?
Antworten Sie sachlich, freundlich und ohne Vorwürfe. Bedanken Sie sich für die Rückmeldung, gehen Sie auf berechtigte Punkte ein und zeigen Sie, was sich geändert hat. Verletzen Sie dabei keine vertraulichen Informationen über die Person. Bewertungen, die gegen Richtlinien verstoßen, können Sie beim Portal melden. Gefälschte positive Bewertungen sind tabu.
Wie viel Zeit kostet der Aufbau einer Arbeitgebermarke?
Am Anfang einige Stunden für Gespräche im Team, das Festlegen der eigenen Stärken und eine überarbeitete Karriereseite. Danach genügen regelmäßige kleine Beiträge, etwa ein Einblick pro Monat in Social Media. Wichtiger als der Aufwand ist die Beständigkeit. Wer nur postet, wenn gerade jemand gesucht wird, wirkt weniger glaubwürdig.