Warum sich ein Redaktionsplan auch für kleine Betriebe lohnt
Ohne Plan entsteht Social Media meist spontan: Wenn gerade Zeit ist, wird gepostet, wenn viel los ist, monatelang nicht. Ein Redaktionsplan dreht das um. Sie entscheiden einmal, was in den nächsten Wochen kommt, und arbeiten es dann nur noch ab.
Das hat drei Vorteile: Sie posten regelmäßiger, die Beiträge sind abwechslungsreicher, und Sie verpassen keine wichtigen Anlässe. Außerdem lässt sich die Arbeit verteilen, weil im Plan steht, wer welches Foto liefert und wer den Text schreibt. Eine kurze Definition finden Sie im Glossar unter Redaktionsplan.
Die Spalten: eine Vorlage zum Übernehmen
Legen Sie eine Tabelle an, mit Tabellenkalkulation oder auf Papier, mit diesen Spalten:
- Datum und gegebenenfalls Uhrzeit
- Kanal, etwa Instagram oder LinkedIn
- Rubrik, also die Art des Beitrags (siehe unten)
- Thema in einem Satz
- Stichworte für den Text
- Bild oder Video: was gebraucht wird und ob es schon da ist
- Zuständig: wer liefert, wer schreibt, wer gibt frei
- Status: Idee, in Arbeit, fertig, veröffentlicht
Mehr braucht es nicht. Je einfacher die Tabelle, desto eher wird sie genutzt.
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Feste Rubriken festlegen
Rubriken sind wiederkehrende Beitragsarten. Sie machen Ihren Auftritt wiedererkennbar und nehmen Ihnen die Ideensuche ab. Drei bis vier Rubriken reichen. Beispiele:
- Projekt der Woche: ein abgeschlossener Auftrag mit Vorher-Nachher-Bild
- Frag den Profi: eine typische Kundenfrage mit kurzer Antwort
- Hinter den Kulissen: Team, Werkstatt, Küche, Lager
- Aus der Region: Veranstaltungen, Partnerbetriebe, Lieferanten aus der Umgebung
Ordnen Sie Rubriken festen Wochentagen zu, etwa Dienstag Projekt, Freitag Tipp. Dann weiß jeder im Team, welches Material bis wann gebraucht wird.
Der Jahreskalender: Anlässe rechtzeitig sammeln
Neben den Rubriken gibt es Anlässe, die sich jedes Jahr wiederholen. Tragen Sie sie einmal in einen Jahreskalender ein:
- Saison: Eine Gärtnerei plant Beiträge zum Frühjahrsstart, ein Rauchfangkehrer erinnert vor der Heizperiode an die Überprüfung, ein Heuriger kündigt die Ausschank-Termine an.
- Feiertage und Ferien: geänderte Öffnungszeiten, Gutscheine vor Weihnachten, Muttertag.
- Eigene Termine: Betriebsurlaub, Firmenjubiläum, Tag der offenen Tür, Lehrlingsstart.
- Branchenanlässe: Messen, Wettbewerbe, Neuheiten bei Produkten.
Vermerken Sie, wie viele Wochen vorher Sie mit der Vorbereitung beginnen müssen. Für ein Fest braucht es meist mehrere Beiträge im Vorfeld, nicht nur einen am Tag selbst. Wie Sie Termine online bewerben, lesen Sie unter Veranstaltungen online bewerben.
Inhalte gebündelt vorproduzieren
Die größte Zeitersparnis entsteht nicht durch den Plan selbst, sondern durch das Bündeln. Reservieren Sie einen Termin pro Woche oder alle zwei Wochen, an dem Sie mehrere Beiträge auf einmal vorbereiten.
- Legen Sie einen gemeinsamen Fotoordner an, in den alle laufend Bilder aus dem Alltag speichern.
- Machen Sie gelegentlich einen bewussten Foto-Tag, etwa bei einem besonders schönen Projekt.
- Nutzen Sie vorhandene Texte: Ihre Website enthält oft genug Stoff für Dutzende Beiträge. Wie gute Texte entstehen, lesen Sie unter Website-Texte schreiben, die Anfragen bringen.
- Planen Sie fertige Beiträge direkt in der Plattform oder einem Planungswerkzeug ein.
Welche Werkzeuge Sie brauchen
Für den Anfang reicht eine Tabelle, die das Team gemeinsam bearbeiten kann. Wer lieber visuell arbeitet, nutzt einen geteilten Kalender. Die Plattformen selbst bieten Funktionen zum Vorplanen von Beiträgen, sodass Sie nicht zur Veröffentlichungszeit am Handy sitzen müssen.
Spezielle Planungssoftware lohnt sich erst, wenn Sie mehrere Kanäle bespielen und mehrere Personen beteiligt sind. Wichtiger als das Werkzeug ist, dass der Plan regelmäßig aufgemacht wird. Wie viele Beiträge realistisch sind, beantwortet der Beitrag Wie oft sollte ein Betrieb posten?.
Den Plan überprüfen – oder die Arbeit abgeben
Sehen Sie sich einmal im Monat an, welche Beiträge zu Nachrichten, Profilbesuchen oder Anrufen geführt haben, und passen Sie die Rubriken an. Was dreimal nicht funktioniert hat, fliegt raus; was gut ankam, bekommt mehr Platz.
Wenn Ihnen auch mit Plan die Zeit fehlt, lässt sich ein großer Teil automatisieren. Pipeflow erstellt aus Ihrer Website jede Woche fertige Beiträge mit Bild für Instagram und LinkedIn – im Grunde einen fertig befüllten Redaktionsplan, bei dem Sie nur noch freigeben. In der Pilotphase ist Pipeflow kostenlos, der Start funktioniert über app.pipeflow.at. Mehr zu Möglichkeiten und Grenzen lesen Sie unter Social Media automatisieren.
Häufige Fragen
Wie weit im Voraus sollte ein Redaktionsplan reichen?
Für kleine Betriebe sind vier bis acht Wochen ein guter Zeitraum. Das ist lang genug, um vorausschauend Material zu sammeln, und kurz genug, um auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. Zusätzlich lohnt sich ein grober Jahreskalender mit wiederkehrenden Anlässen wie Saisonstart, Feiertagen, Betriebsurlaub oder Veranstaltungen, damit Sie diese rechtzeitig vorbereiten.
Was ist der Unterschied zwischen Redaktionsplan und Content-Kalender?
Im Alltag werden beide Begriffe meist gleich verwendet. Manchmal meint Content-Kalender nur die zeitliche Übersicht, wann was erscheint, während der Redaktionsplan zusätzlich Zuständigkeiten, Status, Textstichworte und Bildbedarf enthält. Für einen kleinen Betrieb ist diese Unterscheidung nicht wichtig. Entscheidend ist eine Übersicht, die alle Beteiligten kennen und regelmäßig nutzen.
Welche Rubriken eignen sich für einen kleinen Betrieb?
Bewährt haben sich drei bis vier wiederkehrende Rubriken, etwa ein Projekt oder Produkt der Woche, eine Antwort auf eine typische Kundenfrage, ein Blick hinter die Kulissen und Hinweise aus der Region. Die Rubriken sollten zu Ihrem Betrieb passen und sich mit vorhandenem Material füllen lassen. Ordnen Sie sie festen Wochentagen zu, das erleichtert die Planung.
Brauche ich eine Software für den Redaktionsplan?
Nein, zumindest nicht am Anfang. Eine gemeinsam bearbeitbare Tabelle oder ein geteilter Kalender reichen völlig aus, und die Plattformen bieten selbst Funktionen zum Vorplanen. Spezielle Software lohnt sich erst bei mehreren Kanälen und mehreren Beteiligten. Wer die Erstellung der Beiträge abgeben möchte, kann auf Lösungen wie Pipeflow zurückgreifen.