Ratgeber · Umsatz

Gutscheine online verkaufen

Gutscheine online verkaufen Sie, indem Kunden auf Ihrer Website Wert oder Leistung wählen, online bezahlen und den Gutschein sofort als PDF zum Ausdrucken oder per Post bekommen. Für Gasthäuser, Hotels, Friseure, Kosmetik- und Massagestudios ist das eine der einfachsten Möglichkeiten, rund um die Uhr Umsatz zu machen, besonders vor Festtagen. Klären Sie vorab Gültigkeit, Einlösung und steuerliche Behandlung.

Aktualisiert Oktober 2026 · Mühlberger Digital, Ottenschlag · Umsetzung mit Pipeline AI Solutions

Für wen sich Online-Gutscheine lohnen

Gutscheine sind ein beliebtes Geschenk, wenn man jemandem eine Freude machen will, ohne genau zu wissen, was er braucht. Besonders gut funktionieren sie bei:

  • Restaurants, Gasthäusern, Heurigen und Cafés
  • Hotels und Wellnessbetrieben
  • Friseuren, Kosmetik-, Massage- und Yogastudios
  • Fotografen, Kursanbietern, Fahrschulen
  • Geschäften mit regionalen Produkten

Der Vorteil des Online-Verkaufs: Kunden müssen nicht während der Öffnungszeiten vorbeikommen. Wer am Abend vor dem Geburtstag noch ein Geschenk sucht, kauft dort, wo es sofort geht. Ein Massagestudio verkauft so auch an Tagen, an denen es geschlossen hat.

Wertgutschein oder Leistungsgutschein?

  • Wertgutschein: über einen Betrag, etwa 50 €. Flexibel für den Beschenkten, einfach zu verwalten.
  • Leistungsgutschein: über eine bestimmte Leistung, etwa „Abendessen für zwei“ oder „60 Minuten Massage“. Persönlicher und oft emotionaler.

Viele Betriebe bieten beides an. Bei Leistungsgutscheinen sollten Sie klar beschreiben, was enthalten ist, und überlegen, was passiert, wenn sich Preise bis zur Einlösung ändern. Ein Gasthaus kann zum Beispiel ein Menü als Gutschein anbieten und darauf vermerken, dass sich die Speisen saisonal ändern können.

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So läuft der Online-Verkauf ab

  1. Der Kunde wählt auf Ihrer Website Wert oder Leistung und gibt optional einen persönlichen Text ein.
  2. Er bezahlt online, etwa per Karte oder einer anderen gängigen Zahlungsart.
  3. Er bekommt den Gutschein sofort als PDF per E-Mail oder wählt den Versand per Post.
  4. Jeder Gutschein hat eine eindeutige Nummer oder einen Code.
  5. Bei der Einlösung prüfen Sie den Code und vermerken die Einlösung.

Wichtig ist der letzte Punkt: Ohne zentrale Liste der ausgegebenen und eingelösten Gutscheine verlieren Sie schnell den Überblick, besonders bei Teileinlösungen. Welche Zahlungsarten sinnvoll sind, steht im Ratgeber Zahlungsarten im Onlineshop.

Welche technischen Lösungen es gibt

Es gibt drei typische Wege, je nach Größe und Bedarf:

  • Einfaches Bestellformular: Der Kunde bestellt, Sie schicken Rechnung und Gutschein per E-Mail. Günstig, aber Handarbeit und keine sofortige Zustellung.
  • Gutscheinlösung eines Anbieters: wird in die Website eingebunden, übernimmt Bezahlung, Zustellung und Verwaltung. Meist mit laufenden Gebühren oder Provision.
  • Gutscheine im eigenen Onlineshop: sinnvoll, wenn Sie ohnehin Produkte online verkaufen.

Achten Sie bei jeder Lösung darauf, dass der Kauf am Handy einfach ist, der Gutschein in Ihrem Design gestaltet werden kann und Sie jederzeit sehen, welche Gutscheine offen sind. Mehr zum eigenen Shop steht im Ratgeber Onlineshop starten.

Gültigkeit, Steuer und Bedingungen

Bei Gutscheinen gibt es einige Punkte, die Sie vorab klären sollten:

  • Gültigkeit: Befristungen von Gutscheinen sind in Österreich nur eingeschränkt zulässig. Lassen Sie Ihre Bedingungen prüfen, bevor Sie eine Frist auf den Gutschein schreiben.
  • Umsatzsteuer: Wann die Steuer anfällt, kann davon abhängen, ob der Gutschein für eine bestimmte Leistung oder für verschiedene Leistungen gilt. Klären Sie das mit Ihrem Steuerberater.
  • Bedingungen: Barablöse, Teileinlösung, Übertragbarkeit – schreiben Sie klar dazu, was gilt.

Diese Hinweise sind eine allgemeine Orientierung, keine Rechts- oder Steuerberatung. Verbindliche Auskunft gibt die Wirtschaftskammer; Informationen finden Sie auch auf dem Unternehmensserviceportal.

Gutscheine bewerben

Ein Gutschein, den niemand findet, verkauft sich nicht. So machen Sie ihn sichtbar:

  • ein gut sichtbarer Hinweis auf der Startseite, besonders in den Wochen vor Weihnachten, Muttertag oder Valentinstag
  • ein Link im Google-Unternehmensprofil und in den Social-Media-Profilen
  • ein Hinweis auf der Speisekarte, der Rechnung oder dem Kassenbon
  • ein Beitrag im Newsletter an Stammkunden

Für Unternehmen können Gutscheine auch ein Thema für Mitarbeiter- oder Kundengeschenke sein. Ein Hotel, das Firmen in der Region gezielt darauf anspricht, erschließt so einen zusätzlichen Absatzweg. Wer Firmenkunden in der Nähe sucht, findet mit SightUp passende Betriebe, bewertet von 0 bis 100, samt vorformulierter erster Nachricht, die Sie selbst verschicken.

Typische Fehler vermeiden

  • Keine Übersicht: Gutscheine werden doppelt eingelöst, weil niemand die Liste führt.
  • Unklare Leistung: „Wellness-Tag“ ohne Beschreibung führt zu Diskussionen bei der Einlösung.
  • Zu spät beworben: Wer erst am 20. Dezember auf Gutscheine hinweist, verpasst einen Großteil des Weihnachtsgeschäfts.
  • Umständlicher Kauf: fünf Formularseiten am Handy schrecken ab.

Wenn Saisonbetriebe Gutscheine als Umsatzquelle für ruhige Monate nutzen wollen, finden sie weitere Ideen im Ratgeber Digital durch die Nebensaison. Ob eine Gutscheinlösung auf Ihre Website passt, klären wir gern im kostenlosen Erstgespräch.

Häufige Fragen

Wie kann ich Gutscheine auf meiner Website verkaufen?

Am einfachsten mit einer Gutscheinlösung, die in die Website eingebunden wird: Kunden wählen Wert oder Leistung, bezahlen online und bekommen den Gutschein sofort als PDF. Alternativ geht es über ein Bestellformular mit manuellem Versand oder über einen bestehenden Onlineshop. Wichtig sind eine eindeutige Gutscheinnummer und eine zentrale Liste aller ausgegebenen und eingelösten Gutscheine.

Darf ich Gutscheine zeitlich befristen?

Befristungen von Gutscheinen sind in Österreich nur eingeschränkt zulässig, und zu kurze Fristen können unwirksam sein. Wie lange ein Gutschein gelten muss und welche Bedingungen erlaubt sind, hängt vom Einzelfall ab. Lassen Sie Ihre Gutscheinbedingungen deshalb von der Wirtschaftskammer oder einem Anwalt prüfen, bevor Sie eine Frist auf den Gutschein drucken.

Wann muss ich für einen Gutschein Umsatzsteuer abführen?

Das kann davon abhängen, ob der Gutschein für eine bestimmte Leistung oder für verschiedene Leistungen eingelöst werden kann. Je nach Art kann die Steuer schon beim Verkauf oder erst bei der Einlösung anfallen. Weil die Regeln im Detail komplex sind, sollten Sie die Behandlung Ihrer Gutscheine mit Ihrem Steuerberater klären, bevor Sie mit dem Verkauf beginnen.

Welche Gutscheine verkaufen sich online am besten?

Gut verkaufen sich Gutscheine, die ein klares Erlebnis versprechen, etwa ein Abendessen für zwei, eine Massage oder eine Übernachtung, sowie Wertgutscheine in runden Beträgen. Hilfreich sind ein schönes Gutscheindesign, ein persönlicher Text und sofortige Zustellung als PDF. Am stärksten ist die Nachfrage vor Festtagen wie Weihnachten, Muttertag oder Valentinstag.

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