Ratgeber · Vertrieb

Empfehlungsmarketing gezielt nutzen

Empfehlungsmarketing gezielt zu nutzen heißt, Empfehlungen nicht dem Zufall zu überlassen: im richtigen Moment aktiv darum bitten, es Kunden leicht machen, Sie weiterzuempfehlen, und sich für jede Empfehlung bedanken. Für kleine Betriebe ist das oft der günstigste und verlässlichste Weg zu neuen Kunden, weil das Vertrauen schon mitgeliefert wird.

Aktualisiert Oktober 2026 · Mühlberger Digital, Ottenschlag · Umsetzung mit Pipeline AI Solutions

Warum Empfehlungen so gut funktionieren

Eine Empfehlung von jemandem, dem man vertraut, nimmt dem neuen Kunden die größte Unsicherheit ab: „Ist dieser Betrieb gut?“ Deshalb kommen empfohlene Kunden oft mit klareren Vorstellungen, entscheiden schneller und vergleichen weniger Preise.

Gleichzeitig passen sie meist besser zu Ihnen, weil der Empfehlende Ihren Betrieb kennt und weiß, was Sie gut können. Ein Bodenleger, der von einem zufriedenen Kunden empfohlen wird, bekommt eher den Auftrag für das ganze Haus als jemand, der über eine Suchmaschine gefunden wurde.

Der richtige Moment für die Frage

Die meisten Betriebe fragen gar nicht – oder zum falschen Zeitpunkt. Der beste Moment ist, wenn der Kunde gerade zufrieden ist:

  • bei der Übergabe einer gelungenen Arbeit, etwa wenn ein Fliesenleger das fertige Bad zeigt
  • wenn der Kunde sich lobend äußert oder bedankt
  • nachdem Sie ein Problem schnell und unkompliziert gelöst haben
  • am Ende einer längeren Zusammenarbeit, etwa wenn eine Steuerberaterin einen Jahresabschluss übergibt

Weniger geeignet ist der Moment der Rechnungsstellung oder ein Zeitpunkt, an dem noch Mängel offen sind.

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So fragen Sie, ohne unangenehm zu wirken

Eine allgemeine Bitte wie „Empfehlen Sie uns gern weiter“ wird freundlich genickt und schnell vergessen. Konkreter wirkt es besser. Einige Formulierungen, die Sie anpassen können:

  • „Es freut mich, dass Ihnen das Ergebnis gefällt. Kennen Sie jemanden, der gerade ein ähnliches Projekt plant?“
  • „Wir sind ein kleiner Betrieb und leben von Empfehlungen. Wenn Sie zufrieden waren, würden wir uns freuen, wenn Sie uns weitererzählen.“
  • „Darf ich Ihnen zwei Visitenkarten dalassen, falls jemand in Ihrer Umgebung fragt?“

Wichtig ist, dass die Frage ehrlich klingt und keinen Druck macht. Ein Nein ist völlig in Ordnung.

Es dem Kunden leicht machen

Je weniger Aufwand eine Empfehlung macht, desto häufiger passiert sie. Hilfreich sind:

  • Visitenkarten oder Kärtchen mit QR-Code, der direkt zu Website oder Kontakt führt. Mehr dazu unter Visitenkarte mit QR-Code.
  • Ein direkter Link zur Google-Bewertung, den Sie nach dem Auftrag per Nachricht schicken. Wie das geht, erklärt Mehr Google-Bewertungen bekommen.
  • Ein kurzer Text zum Weiterleiten, etwa ein Satz mit Ihrer Leistung, Ihrer Region und Ihrer Telefonnummer.
  • Fotos vom fertigen Projekt, die der Kunde stolz herzeigen kann.

Partnerbetriebe: gegenseitig empfehlen

Neben Kunden sind andere Betriebe eine starke Quelle für Empfehlungen, besonders wenn sie angrenzende Leistungen anbieten:

  • Maler und Bodenleger, die oft in denselben Wohnungen arbeiten
  • Architekturbüro und Baumeister, die gemeinsam Projekte umsetzen
  • Fotograf und Hochzeitslocation, Konditorei und Catering
  • Steuerberatung und Unternehmensberatung, die Gründer begleiten

Empfehlen Sie nur Betriebe, deren Arbeit Sie kennen, denn Ihr Ruf hängt mit daran. Wenn Sie Empfehlungen mit Vergütung verbinden möchten, halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest. Wer daraus eine eigene Tätigkeit macht, findet mehr im Beitrag Vertriebspartner für digitale Lösungen werden.

Danke sagen – und was dabei zu beachten ist

Bedanken Sie sich für jede Empfehlung, idealerweise persönlich oder mit einer kurzen Nachricht. Eine kleine Aufmerksamkeit, etwa ein regionales Produkt, kommt oft gut an und wird als Wertschätzung verstanden.

Bei Online-Bewertungen gelten eigene Regeln: Google untersagt es, Bewertungen gegen Belohnungen wie Rabatte oder Geschenke einzuholen. Bitten Sie deshalb um ehrliche Bewertungen, ohne etwas dafür anzubieten. Und bedanken Sie sich auch online für jede Bewertung mit einer kurzen Antwort.

Empfehlungen messen und online sichtbar machen

Fragen Sie jeden neuen Kunden: „Wie sind Sie auf uns gekommen?“ und notieren Sie die Antwort. Nach einigen Monaten sehen Sie, welche Kunden und Partner besonders oft empfehlen, und können sich gezielt bei ihnen bedanken.

Empfehlungen finden heute auch online statt: in Bewertungen, Erwähnungen auf anderen Websites und zunehmend in den Antworten von KI-Suchen wie ChatGPT. Warum das zählt, erklärt Erwähnungen im Netz. Ob KI-Suchen Ihren Betrieb bereits empfehlen, zeigt der Gratis-Check zur KI-Sichtbarkeit von Hittaro mit einem Bericht innerhalb von 24 Stunden.

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Kunden um eine Empfehlung zu bitten?

Der beste Zeitpunkt ist, wenn der Kunde gerade zufrieden ist: bei der Übergabe einer gelungenen Arbeit, wenn er sich lobend äußert oder nachdem Sie ein Problem schnell gelöst haben. Weniger geeignet ist der Moment der Rechnung oder wenn noch Mängel offen sind. Fragen Sie konkret und ohne Druck, und akzeptieren Sie ein Nein freundlich.

Darf ich Kunden für Empfehlungen belohnen?

Für persönliche Empfehlungen ist ein Dankeschön, etwa ein kleines Geschenk oder ein Gutschein, grundsätzlich üblich. Bei Online-Bewertungen ist Vorsicht geboten: Google untersagt, Bewertungen gegen Belohnungen einzuholen. Wenn Sie regelmäßige Vergütungen für vermittelte Aufträge vereinbaren, halten Sie das schriftlich fest und klären Sie steuerliche Fragen mit Ihrer Steuerberatung.

Wie finde ich passende Empfehlungspartner?

Denken Sie an Betriebe, die vor, nach oder neben Ihnen bei denselben Kunden arbeiten, etwa Maler und Bodenleger oder Architekturbüro und Baumeister. Sprechen Sie Betriebe an, deren Arbeit Sie kennen und schätzen, und vereinbaren Sie, wie Sie sich gegenseitig empfehlen. Bleiben Sie wählerisch, denn eine schlechte Empfehlung schadet auch Ihrem Ruf.

Wie hängen Empfehlungen und KI-Suchen zusammen?

KI-Suchen wie ChatGPT oder Gemini stützen ihre Antworten unter anderem auf Informationen aus dem Netz, etwa Websites, Bewertungen und Erwähnungen in anderen Quellen. Wer online oft und positiv erwähnt wird, hat bessere Chancen, empfohlen zu werden. Eine Garantie gibt es nicht. Wie Ihr Betrieb dort derzeit dasteht, zeigt der Gratis-Check von Hittaro.

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