Was mit Erwähnungen gemeint ist
Eine Erwähnung ist jede Stelle im Netz, an der Ihr Betrieb genannt wird, außerhalb Ihrer eigenen Website. Das kann ein Zeitungsartikel sein, ein Eintrag auf der Sponsorenseite des Fußballvereins, die Partnerliste eines Herstellers oder eine Google-Bewertung, in der ein Kunde Ihre Arbeit beschreibt.
Bei klassischem SEO standen lange vor allem Backlinks im Mittelpunkt, also Links von anderen Seiten. Für KI-Suchen zählt zusätzlich die Nennung selbst, auch ohne Link: Wird Ihr Betrieb in einem passenden Zusammenhang erwähnt, etwa in einem Satz wie „eine Tischlerei aus dem Ort hat die neue Bibliothek der Volksschule eingerichtet“, ist das ein Hinweis darauf, wofür Sie stehen.
Warum KI-Suchen auf Erwähnungen achten
KI-Suchen wollen Antworten geben, denen man vertrauen kann. Was nur auf Ihrer eigenen Website steht, ist eine Selbstauskunft. Was mehrere unabhängige Quellen übereinstimmend sagen, wirkt verlässlicher. Vereinfacht gesagt: Je öfter Ihr Betrieb in Verbindung mit einer Leistung und einer Region auftaucht, desto eher bringt ein System diese Dinge zusammen.
- Erwähnungen bestätigen, dass Ihr Betrieb existiert und aktiv ist.
- Sie verbinden Ihren Namen mit Leistungen und Orten.
- Sie liefern Belege für Erfahrung und Ruf, die über Werbetexte hinausgehen.
Nennt ChatGPT Ihren Betrieb? Bericht zu Google und KI-Suchen innerhalb von 24 Stunden.
Gute Quellen für kleine Betriebe
- Hersteller und Lieferanten: Viele führen Händler- oder Partnerlisten. Fragen Sie nach, ob Sie aufgenommen werden können.
- Vereine und Sponsoring: Feuerwehrfest, Fußballverein, Musikkapelle. Sponsorenseiten nennen meist Namen und Ort.
- Gemeinde: Betriebsverzeichnis, Gemeindezeitung, Berichte über Eröffnungen oder Jubiläen.
- Regionale Medien: Ein neues Angebot, ein Lehrlingserfolg, eine Betriebsübergabe sind oft eine Meldung wert.
- Verbände und Innungen: Mitgliederlisten, Auszeichnungen, Fachbeiträge.
- Kooperationen: Ein Fliesenleger und ein Installateur, die oft gemeinsam Bäder machen, können sich gegenseitig auf ihren Websites nennen.
- Bewertungen: auf Google und Fachplattformen, idealerweise mit Beschreibung der Leistung.
Was eine gute Erwähnung ausmacht
Nicht jede Nennung ist gleich viel wert. Am meisten bringt eine Erwähnung, wenn sie:
- von einer glaubwürdigen Quelle kommt, die selbst zum Thema oder zur Region passt,
- Ihren Namen richtig und einheitlich nennt, so wie auf Website und Google-Profil,
- Leistung und Ort enthält, nicht nur den Namen,
- einen Link zu Ihrer Website hat, wenn möglich,
- aktuell ist oder regelmäßig erneuert wird.
Ein Bericht in der Gemeindezeitung über Ihren neuen Schauraum mit Ort, Leistung und Link ist mehr wert als zehn Einträge in unbekannten Verzeichnissen. Warum die einheitliche Schreibweise so wichtig ist, erklärt Einheitliche Firmendaten.
Was Sie besser lassen
- Gekaufte Artikel auf Websites, die sonst nur Werbetexte veröffentlichen. Sie wirken unglaubwürdig und können gegen die Richtlinien von Suchmaschinen verstoßen.
- Erfundene Bewertungen oder Bewertungen gegen Gegenleistung ohne Kennzeichnung. Das ist unseriös und kann rechtliche Folgen haben.
- Massen-Einträge in hunderten Verzeichnissen ohne Bezug zu Ihrer Branche oder Region.
- Eigenlob in Foren unter falschem Namen. Das fällt schnell auf und schadet dem Ruf.
Erwähnungen lassen sich nicht über Nacht herstellen. Sie entstehen aus echter Tätigkeit in der Region, und genau deshalb sind sie glaubwürdig.
Erwähnungen im Alltag sammeln
Die meisten Betriebe haben mehr Anlässe, als ihnen bewusst ist. Ein einfacher Weg, das zur Routine zu machen:
- Führen Sie eine Liste mit Partnern, Lieferanten, Vereinen und Medien in Ihrer Gegend.
- Prüfen Sie bei jedem neuen Projekt, ob es einen Anlass für eine Meldung gibt.
- Bitten Sie nach abgeschlossenen Aufträgen um eine Bewertung, siehe Mehr Google-Bewertungen bekommen.
- Richten Sie einen kostenlosen Suchalarm für Ihren Firmennamen ein, um neue Erwähnungen mitzubekommen.
- Bitten Sie bei falschen Angaben um Korrektur.
Wer seinen Ruf insgesamt im Blick behalten möchte, findet weitere Tipps unter Den guten Ruf im Netz pflegen.
Wie Sie die Wirkung erkennen
Einzelne Erwähnungen lassen sich selten direkt einer Veränderung zuordnen. Über Monate zeigt sich aber, ob KI-Suchen Ihren Betrieb häufiger und genauer beschreiben. Dafür brauchen Sie einen Ausgangswert.
Den liefert der Gratis-Check von Hittaro, der misst, wie oft Google und KI-Suchen Ihren Betrieb nennen, mit Bericht innerhalb von 24 Stunden. Wie Sie die Entwicklung danach verfolgen, beschreibt der Ratgeber KI-Sichtbarkeit messen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Erwähnung und Backlink?
Ein Backlink ist ein anklickbarer Link von einer anderen Website auf Ihre. Eine Erwähnung ist jede Nennung Ihres Betriebs, mit oder ohne Link. Für die klassische Google-Suche haben Backlinks traditionell großes Gewicht. KI-Suchen werten zusätzlich auch Erwähnungen ohne Link aus, weil sie Texte inhaltlich verstehen und so erkennen, in welchem Zusammenhang Ihr Betrieb genannt wird.
Wie bekomme ich als kleiner Betrieb Erwähnungen?
Die besten Erwähnungen entstehen aus Ihrer echten Tätigkeit: Partnerlisten von Herstellern und Lieferanten, Sponsorenseiten von Vereinen, Berichte in Gemeinde- und Regionalzeitungen, Mitgliederlisten von Innungen und Verbänden sowie Bewertungen zufriedener Kunden. Fragen Sie aktiv nach, ob Sie genannt werden können, und achten Sie darauf, dass Name, Ort und Leistung richtig angegeben sind.
Zählen auch Bewertungen als Erwähnungen?
Ja. Bewertungen auf Google und Fachplattformen sind für KI-Suchen eine wichtige Quelle, weil sie aus Kundensicht beschreiben, was ein Betrieb macht und wie zufrieden die Kunden sind. Besonders wertvoll sind Bewertungen, in denen die konkrete Leistung genannt wird, etwa „Badsanierung in zwei Wochen fertig“. Bitten Sie Kunden deshalb, kurz zu beschreiben, was Sie für sie gemacht haben.
Sind negative Erwähnungen schädlich?
Einzelne kritische Erwähnungen oder Bewertungen gehören dazu und schaden selten nachhaltig, besonders wenn Sie sachlich und freundlich darauf reagieren. Problematisch wird es, wenn falsche Behauptungen dauerhaft im Netz stehen. Dann bitten Sie den Betreiber der Seite um Korrektur. Bei rechtlich relevanten Fällen wie Verleumdung hilft eine Anwältin oder die Wirtschaftskammer weiter.