Ein A/B-Test aus der Praxis
Ein Yogastudio verschickt einen Newsletter für einen neuen Kurs. Die Hälfte der Empfänger bekommt den Betreff „Neuer Kurs ab März“, die andere Hälfte „Rückenfit in 8 Wochen: Kurs ab März“. Nach zwei Tagen zeigt sich, welcher Betreff häufiger geöffnet wurde und mehr Anmeldungen brachte. Künftig formuliert das Studio Betreffzeilen nach dem erfolgreicheren Muster.
Auf Websites werden etwa Überschriften, Bilder oder der Text des Call-to-Action getestet.
Wann sich A/B-Tests für KMU lohnen
A/B-Tests ersetzen Bauchgefühl durch Messung. Sie brauchen aber eine gewisse Menge an Besuchern oder Empfängern, sonst ist das Ergebnis Zufall. Bei einer kleinen Website mit wenigen Besuchen pro Woche dauern Tests lange und sind wenig aussagekräftig. Dort bringen Kundengespräche und eine klare Seitenstruktur oft mehr.
Gut eignen sich Tests bei Newslettern, Werbeanzeigen und viel besuchten Landingpages. Gemessen wird meist die Conversion. Allgemeine Hebel ohne Test zeigt der Ratgeber Conversion verbessern.
Adresse Ihrer Website eingeben und in wenigen Minuten einen neuen Entwurf Ihrer Startseite sehen.
Häufige Fragen
Wie lange sollte ein A/B-Test laufen?
So lange, bis genug Personen beide Varianten gesehen haben und sich ein klarer Unterschied zeigt. Bei Websites sind mindestens ein bis zwei volle Wochen sinnvoll, damit unterschiedliche Wochentage erfasst werden. Brechen Sie Tests nicht ab, nur weil eine Variante am ersten Tag vorne liegt. Viele Testwerkzeuge zeigen an, wann ein Ergebnis statistisch belastbar ist.
Was kann ich ohne viele Besucher stattdessen tun?
Bitten Sie fünf Kunden oder Bekannte, eine bestimmte Aufgabe auf Ihrer Website zu erledigen, etwa einen Termin anzufragen, und beobachten Sie, wo sie zögern. Solche einfachen Nutzertests zeigen oft deutlichere Probleme als ein A/B-Test mit zu wenigen Daten. Ergänzend helfen Erfahrungswerte zu klaren Texten, kurzen Formularen und gut sichtbaren Kontaktmöglichkeiten.