Warum Website-Angebote so schwer vergleichbar sind
Zwei Angebote für „eine Website“ können völlig verschiedene Dinge meinen. Das eine enthält Texte, Fotos-Auswahl und ein Jahr Hosting, das andere nur das Einrichten einer Vorlage, in die Sie selbst alles einfügen. Auf dem Papier sieht dann das zweite billiger aus.
Dazu kommt: Viele Betriebe holen Angebote ein, ohne vorher festzuhalten, was sie eigentlich brauchen. Jede Agentur füllt die Lücken dann nach eigenem Ermessen. Ein kurzes Website-Briefing mit Zielen, gewünschten Seiten und vorhandenem Material sorgt dafür, dass alle auf derselben Grundlage rechnen.
Checkliste: Was im Angebot stehen sollte
Gehen Sie jedes Angebot mit dieser Liste durch. Was fehlt, fragen Sie nach – am besten per E-Mail, damit die Antwort schriftlich vorliegt.
- Umfang: Wie viele Seiten, welche genau, wer liefert die Texte?
- Darstellung: Ist die Seite für Smartphone, Tablet und Computer angepasst?
- Grundlagen für Google: Seitentitel, Beschreibungen, saubere Struktur, schnelle Ladezeit.
- Rechtliches: Impressum, Datenschutzerklärung, Kontaktformular mit passender Einwilligung.
- Hosting und Domain: enthalten, für wie lange, wo stehen die Server?
- Korrekturschleifen: Wie viele Änderungsrunden sind im Preis?
- Übergabe: Bekommen Sie Zugänge, eine kurze Einschulung, eine Anleitung?
- Zeitplan: Wer liefert was bis wann?
Adresse Ihrer Website eingeben und in wenigen Minuten einen neuen Entwurf Ihrer Startseite sehen.
Einmalkosten und laufende Kosten getrennt rechnen
Der wichtigste Schritt beim Vergleichen: Rechnen Sie die Kosten über mehrere Jahre. Eine Website mit niedrigem Startpreis und hoher Monatsgebühr kann nach drei Jahren deutlich teurer sein als eine mit höherem Einmalpreis.
Schreiben Sie für jedes Angebot auf:
- einmalige Kosten für Erstellung
- monatliche oder jährliche Kosten für Hosting, Domain, Wartung, Lizenzen
- Kosten für spätere Änderungen (Stundensatz oder Pauschale)
- Kosten, die erst bei einem Wechsel anfallen
Welche laufenden Posten üblich sind, erklärt der Ratgeber zu den laufenden Kosten einer Website. Zur Orientierung: Bei Mühlberger Digital beginnt eine Starter-Website mit bis zu fünf Seiten, Kontaktformular, Impressum, Datenschutz und Hosting ab 2.500 € einmalig, ohne USt. Größere Projekte werden nach dem Erstgespräch individuell angeboten.
Rechte, Zugänge und Eigentum klären
Ein Punkt, der in vielen Angeboten fehlt und später teuer wird: Wem gehört was? Klären Sie vor der Unterschrift:
- Läuft die Domain auf Ihren Namen oder auf den der Agentur?
- Bekommen Sie die Zugangsdaten zum Hosting und zur Website?
- Dürfen Sie Texte, Fotos und Grafiken auch weiterverwenden, wenn Sie den Anbieter wechseln?
- Was passiert mit der Website, wenn Sie einen Wartungsvertrag kündigen?
Bei Mietmodellen ist es oft so, dass die Seite nach Vertragsende abgeschaltet wird. Das kann für Sie passen, sollte aber bewusst entschieden sein. Den Unterschied zeigt der Vergleich Website mieten oder kaufen.
Typische Situationen und worauf es dort ankommt
Ein Tischler mit drei Mitarbeitern bekommt zwei Angebote. Das erste ist günstiger, enthält aber keine Texte. Da er weder Zeit noch Lust zum Schreiben hat, wäre die Seite monatelang halb fertig. Für ihn ist das teurere Angebot mit Texterstellung das passendere.
Eine Physiotherapeutin hat bereits gute Texte und Fotos. Sie braucht vor allem eine saubere Umsetzung und die Möglichkeit, Ordinationszeiten selbst zu ändern. Hier lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie einfach die Bearbeitung später ist.
Ein Gasthaus braucht eine Speisekarte, die sich jede Woche ändert. Wichtig ist hier, ob Änderungen im Preis enthalten sind oder jedes Mal verrechnet werden.
Warnsignale in Angeboten
Diese Punkte sind kein Beweis für ein schlechtes Angebot, aber ein guter Anlass zum Nachfragen:
- Pauschale Versprechen wie „Seite 1 bei Google“ – seriös zusagen lässt sich das nicht.
- Ein Gesamtpreis ohne Aufschlüsselung der Leistungen.
- Lange Mindestlaufzeiten ohne klare Gegenleistung.
- Keine Aussage dazu, wer nach dem Start Ansprechpartner ist.
- Unklare Angaben zu Datenschutz und Serverstandort.
Ein gutes Angebot hält schriftlich fest, was gemacht wird – und was nicht. Wie Sie über das Angebot hinaus einen passenden Partner erkennen, beschreibt der Ratgeber Agentur auswählen.
So treffen Sie die Entscheidung
Wenn alle Angebote vergleichbar aufgeschlüsselt sind, entscheiden am Ende drei Fragen: Deckt das Angebot Ihren Bedarf vollständig ab? Passen die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre? Und haben Sie das Gefühl, dass Ihre Fragen ehrlich beantwortet wurden?
Wer unsicher ist, kann vorab kostenlos sehen, wie eine neue Startseite aussehen könnte: Der Gratis-Entwurf für Ihre Startseite entsteht aus Ihrer bestehenden Website. Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir außerdem gern ein Angebot, das Sie schon haben, gemeinsam durch.
Häufige Fragen
Wie viele Website-Angebote sollte ich einholen?
Für einen kleinen Betrieb reichen meist zwei bis drei Angebote. Wichtiger als die Anzahl ist, dass alle Anbieter dieselben Informationen bekommen: gewünschte Seiten, vorhandenes Material, Ziele und Budgetrahmen. Nur dann sind die Angebote wirklich vergleichbar. Mehr Angebote kosten vor allem Ihre Zeit für Gespräche und Rückfragen, ohne dass die Entscheidung dadurch leichter wird.
Ist das günstigste Website-Angebot das beste?
Nicht unbedingt. Entscheidend sind die Gesamtkosten über mehrere Jahre und was tatsächlich enthalten ist. Ein niedriger Einmalpreis kann durch hohe monatliche Gebühren, kostenpflichtige Änderungen oder fehlende Texte schnell teurer werden. Vergleichen Sie deshalb Einmalkosten, laufende Kosten und Leistungsumfang getrennt und rechnen Sie alles auf drei bis fünf Jahre hoch.
Was sollte bei einem Website-Angebot schriftlich festgehalten sein?
Schriftlich festgehalten sein sollten der Leistungsumfang mit Anzahl der Seiten, wer Texte und Bilder liefert, die Zahl der Korrekturrunden, Hosting und Domain mit Laufzeit, laufende Kosten, der Zeitplan sowie die Rechte an Domain, Zugängen und Inhalten. So vermeiden Sie Missverständnisse und haben bei Unklarheiten eine gemeinsame Grundlage.
Was kostet eine einfache Website für einen kleinen Betrieb?
Das hängt vom Umfang ab. Als Richtwert: Bei Mühlberger Digital beginnt eine Starter-Website mit bis zu fünf Seiten, Anpassung für alle Geräte, Grundlagen für Google und KI-Suchen, Kontaktformular, Impressum, Datenschutz und Hosting ab 2.500 € einmalig, ohne USt. Größere Websites oder Onlineshops werden nach einem kostenlosen Erstgespräch individuell angeboten.